Hypophysenadenome

HYPOPHYSENADENOME

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Hypophysenadenome, auch Hypophysentumore, sind meistens gutartige Tumoren im Gehirn. Sie stellen etwa 15% aller Hirntumoren dar und treten gehäuft im mittleren Lebensalter zwischen Mitte 30 und Mitte 40 auf.

Anatomie: Die Hypophyse

Die Hypophyse (aus dem Griechischen „das unten anhängende Gewächs“ oder  Hirnanhangdrüse) ist eine ca. erbsengrosse rundliche Ansammlung von hormonproduzierendem Gewebe. Es ist in einer knöchernen Ausstülpung der Schädelbasis und ist über eine Gewebebrücke (Hypophysenstil) mit dem Gehirn verbunden.
Die Hypophyse produziert lebenswichtige Hormone, die Vorgänge wie Wachstum und Fortpflanzung sowie
eine Reihe von Stoffwechselmechanismen kontrollieren. Diese Hormone entfalten ihre Wirkung entweder direkt am Zielorgan oder via Ansteuerung anderer hormonproduzierender Drüsen.

Symptome und Diagnose von Hypophysenadenomen

Hypophysenadenome sind in der Regel gutartige Tumoren, die von verschiedenen Zellen des Vorderlappens der Hirnanhangdrüse ausgehen und zum Teil aktiv Hormone produzieren können. Andererseits kann die zunehmende Größe des Tumors dazu führen, dass das umliegende gesunde Hypophysengewebe geschädigt wird und sich dadurch die Hormonproduktion vermindert oder gar ganz zum Erliegen kommt.

Hormonproduzierende Hypophysenadenome sind je nach der Art des produzierten Hormons für verschiedene Krankheitsbilder und deren Symptome verantwortlich. Das genaue Ausmaß der Hormonstörung kann nur eine detaillierte endokrinologische (hormonanalytische) Diagnostik abklären.

Grosse Hypophyseadenome können bis an die darüber liegenden Sehnerven reichen und dadurch Sehstörungen verursachen.

Neben der endokrinologischen und augenärztlichen Abklärung trägt die MRT und CT – Untersuchung entscheidend zur Diagnosestellung des Hypophysenadenoms bei. Insbesondere im hochauflösenden und räumlichen MRT (Magnetiresonanztomographiec)  und CT (Computer Tomographie) können Hypophysenadenome präzise analysiert werden.

Zur Planung einer eventuell notwendigen Operation ist auch die Darstellung der auch die benachbarten großen Blutgefässe (Arteria carotis), der Sehnerven sowie der Strukturen der Schädelbasis in ihrer räumlichen Beziehung zum Tumor nötig.

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Behandlung eines Hypophysenadenoms

Das Therapiekonzept eines Hypophysenadenoms muss auf einer sorgfältigen Befundanalyse aufbauen und bedarf der Berücksichtigung von. Faktoren wie Hormonaktivität, Adenomgrösse, Nähe des Adenoms zu den Sehnerven sowie Alter und Begleiterkrankungen sowie Alter des Patienten und eventuelle Begleiterkrankungen.

Nicht bei allen Hypophysenadenomen ist eine Operation notwendig – einige Hypophysentumore können medikamentös erfolgreich therapiert werden.

Ist eine Operation zur chirurgischen Entfernung eines Hypophysenadenoms nötig, ist eine präzise Planung des Eingriffs obligatorisch. Verschiedene Verfahren stehen zur Verfügung, um das Hypophysenadenom präzise und schonend zu entfernen.

Falls eine Operation notwendig ist, bestehen mehrere technische Möglichkeiten das Adenom präzise und schonend zu entfernen, wobei jede Operation mit der exakten anatomischen Planung beginnt. Die Grundlage dazu bildet die oben erwähnte hochauflösende MRT- und CT- Bildgebung. Sie stellt die Lage des Adenoms, die benachbarten Strukturen sowie den chirurgischen Korridor zum Zielgebiet präzise und dreidimensional dar. Fast alle Hypophysenadenome können über eine minimal invasive Operation durch die Nase und die darüber liegende Keilbeinhöhle entfernt werden (die sogenannte trans-sphenoidale Operation).

Operative Entfernung eines Hypophysenadenoms

In unserer Klinik stehen dazu modernste technische Möglichkeiten zur Verfügung: Ein speziell für den Einsatz während einer Operationen entwickeltes MRT (PoleStar MRI) ermöglicht die Kontrolle der einzelnen Phasen der Tumorentfernung. Das Gerät kann auch die schwer zugänglichen Tumorbereiche sichtbar machen und deren Resektion erleichtern.
Ein computergestütztes Navigationssystem, welches die Daten aus dem PoleStar MRI verarbeitet, ermöglicht zielgenaues Operieren ohne „exploratives“ Präparieren benachbarter gesunder Strukturen.

In vielen Fällen wird die Operation unter Einsatz modernster endoskopischer Techniken interdisziplinär mit Spezialisten der Abteilung für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde durchgeführt. Mit kleinsten Kameras ist es dabei möglich das chirurgische Zielgebiet schonend zu erreichen und vor allem innerhalb des Tumorgebietes die Tumorgrenzen klar zu sehen um eine vollständige Adenomresektion durchführen zu können.

Vorbereitung und Nachbehandlung

Vor und nach der Operation werden Sie selbstverständlich stets von einem Team von erfahrenen Internisten und Endokrinologen mitbetreut. Dadurch gewährleisten wir eine, umfassende medizinische Versorgung, die weit über die eigentliche Operation hinausgeht.